JKA-Karate Dojo Calw e.V. -Verein für traditionelles Shotokan Karate-
  12-Std.-Lehrgang
 

Der „ein klein wenig andere Lehrgang“

 

12 Std Training, von 6:00 bis 18:00 Uhr, garniert mit Shaolin Kata, Bo- Yoga- und Meditationsübungen?

Na, wenn sich das nicht interessant anhört. Mein Interesse war jedenfalls sofort geweckt.

Da wir mit über 1 ½  Stunden Fahrt von Blumberg nach Calw rechnen müssen, machten wir uns (Andrea, Martina, Adriao und ich),  wie empfohlen am Freitag abend auf den Weg. Etwa um halb zehn waren wir an der Halle und trafen im Foyer schon einige Gleichgesinnte.

Der erste positive Eindruck, für die Spätankömmlinge war etwas zum Vespern vorbereitet, Mineralwasser etc., sogar ein Kasten Bier war da. Eigentlich wollten wir uns recht früh schlafen legen, da aber gleich ein nettes Gespräch zu Stande kam, wurde es doch mal wieder nach Mitternacht.

Um halb sechs aus den Federn geklettert, schauten wir uns doch etwas müde an. Trotzdem schnell gewaschen, Zähne geputzt und in den Gi geklettert. Höchste Zeit, schon füllte sich die Halle. Auch Janina aus unserem Blumberger Dojo tauchte noch auf.

Pünktlich um sechs Uhr morgens ertönte „seiza“, wir knieten uns nieder und harrten erwartungsvoll der Dinge die da kommen sollten.

Der Vormitttag gehörte ganz Hans Kaun, dem Sensei des JKA Karate Dojo Calw.

Grundschule war angesagt, immer wieder aufgelockert durch Partnerübungen. Das Training war wirklich gut und abwechslungsreich, so daß jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten gefordert wurde.

Da gute Partnerübungen maßgeblich vom Partner abhängig sind, war ich froh, in Anke aus Calw eine super Traininsgspartnerin gefunden zu haben – Danke an Anke!

Frühstückspause stand an. Was hier aufgefahren wurde, war vom Feinsten. Vom Butterbrezel über Obst, Riegel und was weiß ich sonst noch alles. Habe ich gar nicht mehr wahrgenommen, es gab nämlich frischen Rosinenzopf und 3 Sorten hausgemachtes Gsälz - mmmhh. Um gleich bei der Verpflegung zu bleiben. Zum Mittagessen gab es Maultaschen, auch hier mit verschiedenen Sorten selbgemachtem Kartoffelsalat. Und dies alles im Lehrgangspreis inbegriffen. Unsere einhellige Meinung, das war wirklich Klasse!

Andreas Behrens vom Calwer Dojo versuchte dann, uns in die Geheimnisse des Stockkampfes einzuweihen. War für uns das erste Mal und machte unwahrscheinlich Spass, sollte man wirklich öfter praktizieren. Auch der Part der Shaolin Kung Fu Kata wurde von Andy übernommen. Wir fanden diese Kata ziemlich anspruchsvoll. Obwohl der Ablauf doch verhältnismäßig einfach ist, hatten wir einige Nüsse zu knacken. In dieser Kata gibt es eine doch ziemlich „ungewöhnliche“ Körperhaltung. Ich sah, daß Hans sich umschaute und wie der Schalk regelrecht in seinen Augen aufblitzte. Auf das Foto sind wir gespannt.

Die Yoga Übungen wurden uns von Sabine Kaun erklärt. Es handelte sich hier um die bekannten „Fünf Tibeter“. Auch hier kann sehr viel auf unsere Sportart umgelegt werden, ganz besonders die Atemtechnik. Tut gut und bringt uns wieder ein Stück weiter auf unserem Karateweg.

Der für viele sicherlich schwierigste Part war die Meditationsstunde. „Einfach“ nur ruhig zu sitzen und den „Kopf“ ausschalten, ist eben doch nicht so einfach.

Zum guten Schluß konnten wir nochmal so richtig reinhauen. Mit Matten und Pratzen im Karate Zirkeltraining, kämpften wir in 4er Teams. Da ist gegenseitiges Hochpuschen angesagt. So konnten wir die letzten Kraftreserven aktivieren und das letzte aus uns rausholen.

Wieder pünktlich ertönte abermals „seiza“, diesmal um 18:00Uhr.

Unser Fazit: Tolles, gut durchdachtesTraining mit gut gesetzten Pausen. Neue Erfahrungen, nette Bekanntschaften, super Verpflegung und tolle Stimmung. Wir haben das Dojo erschöpft aber glücklich verlassen!

DANKE an das gesamte Calwer Team und hoffentlich bis nächstes Jahr!

Andrea, Martina und Markus, Dojo Blumberg